
Nationalpark Braulio Carrillio

1978 wurde die Straße Braulio Carrillo eröffnet, welche San Jose im Zentraltal mit dem Hafen Limon in der Karibik verbindet. Im gleichen Jahr hat man einen Großteil der Zentralen Kordilleren zum Nationalpark Braulio Carrillio erklärt. Der Bau dieser Verbindungsstraße, welche sich quer durch dichten tropischen Regenwald windet, war aus wirtschaftlichen Gründen dringend notwenig. Man konnte durch das Bestimmen dieser unberührten Region in gewisser Weise eine Zerstörung verhindern, wenn auch die Straße durch dieses Gebiet stark befahren wird. Der Park besteht aus dichten, grünen Hängen, steilen Schluchten und einer noch sehr ursprünglichen Flora und Fauna. Der Park nimmt eine Fläche von rund 44.000 Hektar ein und erstreckt sich vom Vulkan Barva aus bis hinunter an den Beginn der karibischen Tiefebene. Er ist von unschätzbarem Wert für die Wasserversorgung des Landes. Aufgrund der unterschiedlichen Höhen findet man Nebelwald sowie tropischen Regenwald vor. Der Park beherbergt eine außerordentliche Tierartenvielfalt, darunter Faultiere, Brüllaffen, Quetzale, Prachthaubenadler, Jaguare, Ozeolote, Tapire und Baumstachler.
In der Pflanzenwelt sind weit mehr als 6000 bekannte Arten festgestellt worden, darunter auch viele Orchideenarten sowie Bromelien, Moose und Pilze, durch welche die Bäume eine unwirkliche Märchengestalt bekommen. Vergessen sie nicht, ein gutes Fernglas mitzunehmen, da die Tiere sehr scheu sind und sich nur selten Besuchern zeigen. Die vielen Singvögel werden das Bewußtsein von Freiheit und Natur bei ihren Wanderungen noch steigern.
Der Park ist täglich von 8 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Kurz nach der Gebührenstation auf der Straße nach Limon kommen sie an den ersten Eingang, kurz vor dem Straßentunnel gelegen. Von der Rancherstation führt ein Wanderweg zu einem Aussichtspunkt. Er ist etwa 2 km lang, nimmt jedoch wegen der starken Steigungen und Gefälle 2 Stunden in Anspruch. Der nächste Eingang zum Park befindet sich etwa 2 km nach dem Straßentunnel. Ein Schild macht sie darauf aufmerksam. Von dieser Stelle aus können sie können sie Wanderungen von vielen Kilometern Länge unternehmen, die jedoch nicht mehr mit Wandern zu tun haben und schon eher in den Bereich des Kletterns fallen. Die Wege führen bis hinunter zum Rio Sucio sowie zum Rio Hondura, welcher oft durchquert werden muß. Ein letzter Parkeingang befindet sich etwa 20 km nach dem Straßentunnel auf der rechten Seite. Von hier aus können sie zwei angelegte Rundwanderwege gehen, die Dauer beträgt etwa eineinhalb bis 2 Stunden.
Wenn sie die Straße nach Beenden des Rundgangs in Richtung Limon weiterfahren, kommen sie an einer Schmetterlingsfarm vorbei (rechts) und anschließend zu einer der größten Atraktionen, der Rainforest Aerial Tram, einer Art Seilbahn, die durch die Gipfel der Urwaldbäume führt und ihnen Gelegenheit gibt, das Leben in den Baumkronen zu erkunden. Einst für die Wissenschaft gebaut, bietet sich die Seilbahn heute auch Touristen an, wobei sie nicht bei Regenwetter gehen sollten, denn sie werden dann wenig Tiere sehen. Sie werden zunächst von einer Art Traktor mit Anhänger zum Besucherzentrum gebracht und sehen dann ein Video über den Bau der Bahn. Anschließend betreten sie die Gondel, in welcher sie ein Führer begleitet, der sie auf Orchideen und Pflanzen aufmerksam macht. Nach Ende der Fahrt (etwa 1 Stunde) können sie bei Dschungelatmosphäre einen Kaffee genießen und werden dann per Traktor zurück an den Parkplatz gebracht. Sie können diese Tour bei diversen Veranstaltern in der Stadt oder direkt buchen: Tel. 257-5961 - Fax 257-6053
Hinweis: Unsere Informationen zu den Nationalparks werden laufend erweitert und aktualisiert.
Fragen, auf die sie hier keine Antwort finden, beantworten wir gerne per Email. Viel Spaß im Land !
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