
Tropische Krankheiten und Vorsorge
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eher für Leute, die Extremtourismus abseits der menschlichen Pfade betreiben. Als
"normaler" Tourist wird sie dies nicht betreffen.
Müssen sie tropentauglich sein? Voraussetzung für einen Daueraufenthalt in Costa Rica ist je Nach
Wohnlage die Tropentauglichkeit. Jeder organisch und psychisch gesunde Mensch ist in der
Regel auch tropentauglich. Einschränkungen können sich unter anderem bei chronischen
Herz- und Kreislauferkrankungen, Erkrankungen von Lunge, Leber, Nieren und des
Verdauungssystems ergeben. Auch Diabetes schränkt die Tauglichkeit ein. Allgemeine Ratschläge Glücklicherweise kommt die Malaria, eine der am weitesten
verbreiteten tropischen Krankheiten, derzeit nicht in Costa Rica vor, weshalb auf eine
Malaria-Prophylaxe verzichtet werden kann, da diese auch Nebenwirkungen mit sich bringen
kann. Führen sie einfach eine Medizin mit, die bei evtl. Auftreten eingenommen werden
kann. Auch andere tropische Krankheiten sind aufgrund der guten hygienischen Bedingungen
und der ausgezeichneten Gesundheitsvorsorge selten geworden.
Amöbiasis Ruhramöben sind einzellige, mikroskopische Lebewesen, die ein
Krankheitsbild mit schleimigen Durchfällen und heftigen Leibkrämpfen verursachen. Den
Durchfällen sind oft Blutspuren beigemengt. Die Dickdarmschleimhaut ist entzündet und
Geschwüre können auftreten. Als erste Infektionsquelle kommen Nahrungsmittel und
Trinkwasser in Betracht, aber auch Fliegen können die Ruhramöben auf Nahrungsmittel
übertragen. Ein Amöben-Leberabszess ist wohl die gefährlichste Komplikation der
Amöbenruhr. Die Erreger können sowohl im Stuhl, als auch durch eine Blutuntersuchung
nachgewiesen werden. Die Behandlung sollte durch einen Arzt überwacht werden. Die Orientbeule (Hautleishmaniose) Der Erreger der Orientbeule, einer lokalen Hauterkrankung, ist
Leishmania tropica. Er wird durch Sandmücken übertragen. Die
Krankheit führt zur Bildung von Knoten und Geschwüren auf der Haut. Sie läßt sich
durch Hautproben nachweisen. Die Behandlung ist ausgesprochen
langwierig. Meist heilt die Erkrankung unter Narbenbildung innerhalb eines Jahres auch
ohne Behandlung ab. Einer meiner Bekannten brachte diese Krankheit als kleines Andenken
aus Costa Rica mit. Mehrere Hausärzte konnten die Krankheit nicht erkennen. Erst im
Tropeninstitut stellte man die richtige Diagnose und heilte die Krankheit innerhalb zwei
Wochen aus. Laut Auskunft des Tropeninstituts war das Einfanger dieser Krankheit
allerdings mit einem Lottosechser vergleichbar, also Panik ist völlig fehl am Platze,
diese Seite dient lediglich der Information. Lepra Die Lepra (Aussatz) wird durch die Lepra-Bakterien übertragen. Es
handelt sich um eine chronische Erkrankung der Haut, der peripheren Nerven und
Nasenschleimhaut. Die Krankheit kommt in ländlichen tropischen Gegenden, aber auch in
Europa vor. Chagas (Schlafkrankheit) Die Krankheit wird durch Raubwanzen der Gattung Triatoma übertragen
und durch Trypanosomen hervorgerufen. Die Inkubationszeit
beträgt etwa 14 Tage. Danach kommt es zu Fieber und Lymphknotenschwellung. Eine Therapie
ist langdauernd, eine Impfung ist in Vorbereitung. Malaria Die in vergangenen Jahren in Costa Rica vorgekommene Malaria, die
Malaria Tertiana, verläuft meist gutartig. Die Krankheit beginnt in den meisten Fällen
mit mehr oder minder lang dauernden Schüttelfrösten. Die Körpertemperatur steigt auf
Werte um 40 Grad Celsius und fällt unter Schweißausbrüchen wieder auf normale Werte.
Danach entwickelt sich dann ein Fieberrhytmus von 48 Stunden. Die
Krankheitserreger, genannt Plasmodium vivax werden durch die Anopheles-Stechmücke
übertragen. Die Dauer von der Aufnahme der Erreger bis zum Ausbruch der Krankheit
(Inkubationszeit) beträgt etwa 2 Wochen. Gelbfieber Das GeIbfieber kommt momentan ebenfalls nicht in Costa Rica vor,
soll jedoch beschrieben werden, da es sich um eine ernste Krankheit handelt, die in den
südlichen Nachbarländern vorkommt und durchaus einmal wieder eingeschleppt werden
könnte. Bilharziose Die Erreger dieser Krankheit sind Würmer, die sogenannten Pärchenengel. Für das Auftreten dieser Krankheit sind bestimmte, im Wasser lebende Schnecken verantwortlich. Diese scheiden Gabelschwanzlarven aus, die in das Wasser ausschwärmen und die Fähigkeit haben, sich durch die menschliche Haut bohren zu können. Nach dem Eindringen können sie juckende Hautquaddeln hervorrrufen. Wenn die Tierchen einmal im Blutkreislauf des Menschen sind, gelangen sie in die Blutgefäße der Leber, wo sie sich zur Geschlechtsreife entwickeln. Dann wandern sie paarweise zur Eiablage in andere Organe (Harnblase oder Darmbereich). Vor allen stehende Gewässer gelten als Brutstätte der Schnecken, aber auch Flüsse und Lagunen mit Süßwasserzufuhr. Die Krankheit wird durch Stuhl- Urin- oder Blutuntersuchung nachgewiesen und ist durch diverse Medikamente heilbar. Diese Krankheit kommt in Costa Rica derzeit nicht vor. Sie wurde beschrieben, weil die Möglichkeit ihres Auftretens nie ausgeschlossen werden kann.
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