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Öffentliche Verkehrsmittel
Der gebräuchlichste Weg um zu reisen, ist per Bus. Ein exzellenter
Bus-Service verbindet San Jose mit allen Stadtteilen und größeren Städten. Sie können
nahezu jeden Ort des Landes für 1 bis 5 Euro mit dem Bus erreichen. Die Busse und die
Haltestellen sind mit dem Zielort beschildert.
Da die meisten Einheimischen kein Fahrzeug haben, können die Busse
während der Stoßzeiten sowie an den Wochenenden recht voll sein. San Jose hat keine
zentrale Busstation und jede Linie hat ihren eigenen Haltepunkt. Die meisten Reiseführer
haben eine Liste mit den Abfahrtspunkten und Preisen. Die Busse für Kurzstrecken sind oft
alte Schulbusse aus den USA, die Busse zu den Fernzielen sind komfortabel und hübsch.
Einige haben sogar Klimaanlagen, Farbfernsehen und Badezimmer.
Im Stadtverkehr empfehlen wir Taxis. Es scheint davon Millionen zu
geben und sie stellen einen einfachen und billigen Weg zum Reisen dar. Die Gesetze
schreiben Fahrtenschreiber vor, eine Ausnahme in Mittelamerika.
Unser Tip: Überzeugen sie sich immer, ob das Taximeter auch
läuft und erkundigen sie sich vor dem Einsteigen nach dem Preis zum Fahrtziel.
Das Taxisystem ist sehr organisiert. Wenn sie sich betrogen
fühlen, können sie die Erlaubnisnummer des Taxifahrers oder das Kennzeichen notieren
und sich beim
"Ministerio de Obras Publicas y Transporte" beschweren. Taxis
sind rot mit gelben Schildern auf dem Dach. Von San Jose nach Escazu werden etwa
2 Euro fällig. Taxifahrer dürfen von 22 Uhr bis 5 Uhr 20 % mehr verlangen.
Viele Touristen sind wild auf eine Fahrt mit der Bahn. Ein Bahnnetz in
dem Sinne gibt es nicht und hat es nie gegeben. Dank einem Erdbeben von 1991 verkehrt der
Zug zwischen den beiden Küsten nicht mehr. Glücklich sind diejenigen, die eine Fahrt
erleben konnten, denn sie war mehr als ein Erlebnis, eine bleibende Erinnerung. Angeblich
soll es eine Interessengruppe geben, die sich für den Wiederaufbau der Strecke einsetzt,
was aber noch viele Jahre dauern kann.
Costa Rica ist mit günstigen lnlandsflügen durch die nationale
Fluglinie SANSA gut erschlossen. SANSA fliegt viele Strandorte wie Samara, Golfito und
Quepos an. All diese Flüge starten auf einem kleinen Platz westlich des internationalen
Santamaria Flughafens. Wenn sie fliegen möchten, kümmern sie sich rechtzeItig um
Reservierung. Gehen sie persönlich zum SANSA Büro. Verlassen sie sich damit nicht
auf die Reiseagenturen. Die Flüge können oft ausgebucht sein, es gilt mindestens zwei
Wochen vorher zu reservieren.
Autofahren in Costa Rica
Wenn ihnen öffentliche Verkehrsmittel nicht zusagen und sie es
vorziehen, ihre eigenen Wege zu gehen und unabhängig zu sein, sollten sie einen Wagen
mieten. Es ist die beste Möglichkeit, das Land zu erkunden, besonders wenn man vor einer
Entscheidung der Auswanderung steht.
Autofahren kann in Costa Rica allerdings zur Belastung werden. Auf den
Hauptstraßen in und um die Stadt herrscht reger Verkehr und die Zustände machen oft
einen Jeep wünschenswert. Besorgen sie sich eine Landkarte, auf der alle Tankstellen
verzeichnet sind. Benzin wird in Litern verkauft. Es gibt "Regular" (einfach
bleifrei), sowie "Super" bleifrei.
Es wird für sie sicher kein Problem sein, sich im Land und in den
Städten zurecht zu finden. Die Städte sind alle nach einem Netzmuster aufgebaut. Es gibt
"Calles" und ,,Avenidas" quer dazu. Nummer 0 ist die ,,Avenida
Central" (Zentralstraße), zu welcher die anderen Avenidas parallel verlaufen. Auf
einer Seite davon befinden sich die geraden Straßennummer, auf der anderen Seite die
ungeraden. Wenn sie also von Calle 2 nach Calle 4 laufen, ist dies genau ein Block und
Calle 3 liegt genau drei Blöcke in der anderen Richtung. Adressen werden mit der Straße
bezeichnet, auf der sich der Empfänger befindet. Avenida 1, Calles 3-5, zum Beispiel,
liegt auf Avenida l zwischen den Straßen Calle 3 und 5. Es mag verwirrend klingen, aber
sie werden sich daran gewöhnen.
Auf den Hauptstraßen, welche San Jose verlassen, werden geringe
Gebühren erhoben. Diese sind mit Schnellstraßen vergleichbar, obwohl die maximale
Geschwindigkeit bei 75 km/h liegt, manchmal auch höher. Die Polizei kontrolliert öfters
mit Lasertechnik. Auch das Nichtanlegen der Gurte kann ihnen einen Strafzettel einbringen.
"Tickets" werden von der Polizei ausgestellt und müssen in einer Bank gezahlt
werden.
Unser Tip: Geben sie einem Polizisten auf keinen Fall Geld,
wenn sie einen Strafzettel erhalten. Betrügerische Polizisten sind zwar kaum noch
anzutreffen, aber es trotzdem passieren, dass ihnen einer von ihnen erzählt, es sei
einfacher, gleich bei ihm zu zahlen. Bleiben sie höflich, lächeln sie einfach und
erklären ihm, dass sie lieber zur Bank gehen.
Wenn sie den Strafzettel bei Abreise aus dem Land noch nicht gezahlt
haben, kann es sein, daß sie am Flughafen zur Kasse gebeten werden. Wenn sie in einen
ernsthaften Unfall verwickelt werden, wird sie die Polizei am Weiterfahren hindern, bis
der Fall geklärt ist.
Wenn sie viel in Costa Rica fahren wollen, sollten sie sich einen
Internationalen Führerschein besorgen. Dies ist nicht mehr als eine Übersetzung ihres
Führerscheins. Dieser kann nützlich sein, bei der Verwicklung in einen Unfall, da seine
Gültigkeit leichter geprüft werden kann. Sie erhalten Rat bei deutschen Automobilclubs.
Bei einem längerem Aufenthalt werden sie einen costaricanischen
Führerschein benötigen. Ihr deutscher gilt nur für die ersten drei Monate.
Glücklicherweise ist es einfach, einen solchen zu erlangen. Gehen sie einfach zur
"Direccion de Transporte Automoto". Sie müssen ihren deutschen Führerschein
vorlegen, einige Passfotos mitbringen, eine kleine Gebühr entrichten und einen Augentest
über sich ergehen lassen. Dann erhalten sie das Papier innerhalb einer Stunde. Wenn sie
keinen deutschen Führerschein besitzen, müssen sie eine Fahrprüfung ablegen, die jedoch
wesentlich unkomplizierter und billiger als die deutsche ist.
Autovermietungen
Viele Autovermieter haben Büros in San Jose. Die meisten von ihnen
befinden sich am Flughafen oder am Paseo Colon, der Hauptgeschäftsstraße der Stadt. Die
Preise liegen weit über den europäischen oder US-amerikanischen Verhältnissen. Ein Jeep
der Marke Daihatsu Ferroza ist für etwa 350 Euro die Woche mit unbegrenzten Kilometern
erhältlich. Kleine Pkw gibt es bereits ab 200 Euro pro Woche.
Sie müssen mindestens 21 Jahre alt sein, einen gültigen
Führerschein, Reisepass und eine Kreditkarte vorlegen.
Hinweis: Seit einiger Zeit ist es nicht mehr möglich,
Bargeld als Kaution zu hinterlegen. Ein Kreditkarten-Depot ist vom Gesetz her
vorgeschrieben.
Die Kaution beträgt etwa 1000 Euro.
Schauen sie sich den Mietwagen vor Übernahme genau an und machen
sie auf alle Lackfehler, usw. aufmerksam. Vergewissern sie sich, dass einer der
Angestellten der Agentur jeder Kratzer genau dokumentiert, damit sie bei der Rückgabe
keinen Ärger bekommen. Prüfen sie auch den Zustand der Reifen.
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